… kann man da was tun ?
Vorab mal die 3 häufigsten Vorurteile, die so NICHT STIMMEN.
Arthrose ist NICHT zwingend eine Alterserscheinung.
Arthrose ist auch NICHT genetisch bedingt.
Arthrose entsteht NICHT weil sich der Hund bewegt, denn das soll er auf jeden Fall tun.

.. ok. Was ist es denn nun?
Definition; Unter dem begriff Arthrose versteht man eine Verschleisserkrankung der Gelenke, die durch einen starken Verbrauch des Knorpels gekennzeichnet ist. Im fortgeschrittenen Zustand kann der Knorpel vollständig zerstört werden, sodass die Gelenkflächen ohne Puffer aufeinander reiben. Ganz nebenbei baut der Hund Muskulatur ab und verhärtet faszial.

.. Gelenke, Knorpel, … wo ist der Zusammenhang ?
Ein Gelenk besteht immer aus mind. 2 Knochen, damit sich diese Gelenkknochen reibungslos bewegen können, ist dazwischen ein Puffer nötig, der Knorpel.

Wie zum Beispiel in Form von Mandarinenschnitzen als Meniskus im Kniegelenk, welche für die Gleitfähigkeit der Gelenkflächen sorgt.

Der Gelenkknorpel ist NICHT DURCHBLUTET, er muss die nötigen Nährstoffe aus der umliegenden Gelenkflüssigkeit aufnehmen. Das funktioniert nach dem Schwamm-Prinzip: Jedes Mal, wenn das Gelenk belastet und der Knorpel somit zusammengedrückt wird, werden alle Abfallstoffe aus ihm herausgepresst. Wird das Gelenk wieder entlastet, saugt sich der Knorpel wieder mit der Gelenkflüssigkeit voll und nimmt neue Nährstoffe auf.

Bewegt sich ein Hund nicht ausreichend oder zu einseitig, «verhungert» der Knorpel. Das Gelenk wird unbeweglich.

Der Gelenkknorpel hat KEINE SCHMERZREZEPTOREN. Diese befinden sich in der Gelenkinnenhaut und registrieren die Bedrohung der Gelenke durch die übermässige Muskel -und Faszienspannung !!!!

.. und nun kommen die Muskeln, Nerven, Faszien ins Spiel
Muskeln sind der Motor des Körpers, unzählige Abläufe sind im Gehirn gespeichert und laufen über Nervenimpulse selbständig und flüssig ab, wie beispielsweise der Herzschlag, die Atmung, die Verdauung u.v.m.-  alles Prozesse, an denen Muskel -und Nervenzellen mitwirken.

Andere willentlich gesteuerte Prozesse, wie z.B die Bewegung der Skelettmuskulatur werden vom Gehirn über das Rückenmark gezielt angesteuert. Wichtig fürs Verständnis, alle Muskel-Nervenzellen geben ihre Rückmeldung ans Gehirn. Wenn also irgendwo «was nicht stimmt», kriegt das die Zentrale Gehirn mit, lange bevor der Schaden entsteht!

Faszien durchdringen den Körper wie ein Spinnennetz. Faszien umschliessen jeden Muskel und jedes Organ, jede Sehne, jedes Band. In einem gesunden Körper geben Faszien flexibel nach und machen alle Bewegungen mit. Faszien werden wie alles im Körper laufend neu angepasst, überarbeitet und umstrukturiert. Faszien sind nervendurchwirkt, also schmerzempfindlich und sensibel und im Ballett des Körpers melden natürlich auch sie Unstimmigkeiten umgehend ans Gehirn.

WICHTIG: Denn im gesunden Körper geht es immer darum – Schaden zu verhindern oder zu minimieren.

.. Ein Ja, zur Eingangsfrage, soll und kann man bei Arthrose was tun ?

Und hier kommt die Physiotherapie und die Osteopathie ins Spiel:

Aus heutiger Sicht, wird ein Gelenk wie ein ORGAN betrachtet und behandelt.  Ein Organ bestehend , ja aus Knochen, aber eben auch aus, Knorpel, Gelenkflüssigkeit, Muskeln, Nerven, Faszien sowie Bändern und Sehnen.

Früher ging man zum Hundephysiotherapeuten zum Muskelaufbau. Heute geht es in der modernen Therapie um Ganzheit des Tieres, in Detail geht es um Spannungsverhältnisse rund um die Gelenke, und um Muskel- und Faszienketten. Heute wird mit gezielten Bewegungsabläufen gearbeitet, Lockerung und Lösung von Festgefahrenem, Reizsetzung und Entspannung.

Wir arbeiten immer eng mit unseren Kunden und ihren Hunde zusammen, denn nur so können Ziele erreicht werden. Sie sind also aktiv in die Prozesse eingebunden.

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Ganz wichtig, auch wenn es etwas anstrengend sein kann, letztlich soll Therapie den Hunden Freude machen!

Lassen Sie sich beraten. Meine Kollegin Yvonne Huber und ich freuen uns auf Ihren Besuch.

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